Laudes
Deutsch

Sonntag, 25. Oktober 2026

30. Sonntag im Jahreskreis

Sonntag

Eröffnung

V. Herr, öffne meine Lippen.

R. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Invitatoriumsantiphon

Wir sind das Volk des Herrn, die Herde seiner Weide; kommt, wir beten ihn an! Halleluja.

Invitatoriumspsalm

Psalm 95 · Aufruf zum Lobpreis Gottes

Ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute! (Hebr 3,13)

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn ∗

und zujauchzen dem Fels unsres Heiles!

Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, ∗

vor ihm jauchzen mit Liedern!

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Denn der Herr ist ein großer Gott, ∗

ein großer König über allen Göttern.

In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, ∗

sein sind die Gipfel der Berge.

Sein ist das Meer, das er gemacht hat, ∗

das trockene Land, das seine Hände gebildet.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, ∗

lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!

Denn er ist unser Gott, †

wir sind das Volk seiner Weide, ∗

die Herde, von seiner Hand geführt.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! †

„Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, ∗

wie in der Wüste am Tag von Massa!

Dort haben eure Väter mich versucht, ∗

sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zuwider, †

und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht; ∗

denn meine Wege kennen sie nicht.

Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: ∗

Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.“

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalm 100 · Lobgesang beim Einzug in den Tempel

Der Erlöser heißt uns das Siegeslied singen. (Athanasius)

Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde! †

Dient dem Herrn mit Freude! ∗

Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!

Erkennt: Der Herr allein ist Gott. †

Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, ∗

sein Volk und die Herde seiner Weide.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Tretet mit Dank durch seine Tore ein! †

Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! ∗

Dankt ihm, preist seinen Namen!

Denn der Herr ist gütig, †

ewig währt seine Huld, ∗

von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalm 67 · Dank für Gottes Segen

Ihr sollt wissen: Den Heiden ist das Heil Gottes gesandt worden. (Apg 28,28)

Gott sei uns gnädig und segne uns. ∗

Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,

damit auf Erden sein Weg erkannt wird ∗

und unter allen Völkern sein Heil.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Die Völker sollen dir danken, o Gott, ∗

danken sollen dir die Völker alle.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. ∗

Denn du richtest den Erdkreis gerecht.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Du richtest die Völker nach Recht ∗

und regierst die Nationen auf Erden.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, ∗

danken sollen dir die Völker alle.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Das Land gab seinen Ertrag. ∗

Es segne uns Gott, unser Gott!

Es segne uns Gott! ∗

Alle Welt fürchte und ehre ihn!

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalm 24 · Der König der Herrlichkeit zieht ein in sein Heiligtum

Durch die leibliche Aufnahme wurden Christus die Tore des Himmels geöffnet. (Irenäus)

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, ∗

der Erdkreis und seine Bewohner.

Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ∗

ihn über Strömen befestigt.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, ∗

wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?

Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, ∗

der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Er wird Segen empfangen vom Herrn ∗

und Heil von Gott, seinem Helfer.

Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, ∗

die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ihr Tore, hebt euch nach oben, †

hebt euch, ihr uralten Pforten; ∗

denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Wer ist der König der Herrlichkeit? ∗

Der Herr, stark und gewaltig, der Herr, mächtig im Kampf.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ihr Tore, hebt euch nach oben, †

hebt euch, ihr uralten Pforten; ∗

denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Wer ist der König der Herrlichkeit? ∗

Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit.

(Die Antiphon wird wiederholt.)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Wir sind das Volk des Herrn, die Herde seiner Weide; kommt, wir beten ihn an! Halleluja.

Hymnus

Seht, wie die Schatten dunkler Nacht verblassen:

Seht, wie die Schatten​dunkler Nacht verblassen:

Rötliches Leuchten​strahlt am frühen Himmel.

Bitten wir innig​mit vereinter Stimme

Gott, den Allmächt’gen!

Dass er sich unser​liebevoll erbarme,

Heil uns gewähre,​unsre Trägheit banne

und uns als Vater​einst in Güte schenke

himmlisches Erbe.

Lob sei dem Vater​auf dem höchsten Throne,

Lob sei dem Sohne,​Gott aus Gott geboren,

Lob sei dem Geiste,​der von beiden ausgeht,

immer und ewig. Amen.

Antiphon

Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja.

Psalm118

Danket dem Herrn, denn er ist gut

Er ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. (Apg 4,11)

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, ∗

denn seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: ∗

Denn seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: ∗

Denn seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren: ∗

Denn seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum Herrn; ∗

der Herr hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht. ∗

Was können Menschen mir antun?

Der Herr ist bei mir, er ist mein Helfer; ∗

ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, ∗

als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, ∗

als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; ∗

ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; ∗

ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie umschwirren mich wie Bienen, †

wie ein Strohfeuer verlöschen sie; ∗

ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich stürzen; ∗

der Herr aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; ∗

er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten: ∗

„Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!“

„Die Rechte des Herrn ist erhoben, ∗

die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, ∗

um die Taten des Herrn zu verkünden.

Der Herr hat mich hart gezüchtigt, ∗

doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, ∗

damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.

Das ist das Tor zum Herrn, ∗

nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; ∗

du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, ∗

er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der Herr vollbracht, ∗

vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; ∗

wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, Herr, bring doch Hilfe! ∗

Ach, Herr, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! †

Wir segnen euch vom Haus des Herrn her. ∗

Gott, der Herr, erleuchte uns.

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, ∗

bis zu den Hörnern des Altars.

Du bist mein Gott, dir will ich danken; ∗

mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, ∗

denn seine Huld währt ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja.

Antiphon

Lasst uns ein Loblied singen dem Herrn, unserm Gott. Halleluja.

PsalmDan 3,52–57

Aus dem Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen

Der Schöpfer … gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. (Röm 1, 25b)

Gepriesen bist du, Herr, du Gott unsrer Väter, ∗

gelobt und gerühmt in Ewigkeit.

Gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name, ∗

hoch gelobt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit, ∗

hoch gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du, der in die Tiefen schaut und auf Kerubim thront, ∗

gelobt und gerühmt in Ewigkeit.

Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft, ∗

hoch gerühmt und gefeiert in Ewigkeit.

Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels, ∗

gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn; ∗

lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Lasst uns ein Loblied singen dem Herrn, unserm Gott. Halleluja.

Antiphon

Lobet den Herrn in seiner gewaltigen Größe. Halleluja.

Psalm150

Alles, was atmet, lobe den Herrn

Singt im Geist, singt im Herzen: Verherrlicht Gott mit eurer Seele und mit eurem Leib. (Hesychius)

Lobet Gott in seinem Heiligtum, ∗

lobt ihn in seiner mächtigen Feste!

Lobt ihn für seine großen Taten, ∗

lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!

Lobt ihn mit dem Schall der Hörner, ∗

lobt ihn mit Harfe und Zither!

Lobt ihn mit Pauken und Tanz, ∗

lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!

Lobt ihn mit hellen Zimbeln, ∗

lobt ihn mit klingenden Zimbeln!

Alles, was atmet, ∗

lobe den Herrn!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Lobet den Herrn in seiner gewaltigen Größe. Halleluja.

Lesehore

Erste Lesung1,1-15

Aus dem Buch der Weisheit.

Mahnung zu gerechtem Leben

Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde,

denkt in Frömmigkeit an den Herrn,

sucht ihn mit reinem Herzen!

Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen,

und zeigt sich denen, die ihm nicht misstrauen.

Verkehrte Gedanken trennen von Gott;

wird seine Macht herausgefordert, dann weist sie die Toren zurück.

In eine Seele, die auf Böses sinnt, kehrt die Weisheit nicht ein,

noch wohnt sie in einem Leib, der sich der Sünde hingibt.

Denn der heilige Geist, der Lehrmeister, flieht vor der Falschheit,

er entfernt sich von unverständigen Gedanken

und wird verscheucht, wenn Unrecht naht.

Die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist,

doch lässt sie die Reden des Lästerers nicht straflos;

denn Gott ist Zeuge seiner heimlichen Gedanken,

untrüglich durchschaut er sein Herz und hört seine Worte.

Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis

und er, der alles zusammenhält, kennt jeden Laut.

Darum bleibt keiner verborgen, der Böses redet,

das Strafurteil geht nicht an ihm vorüber.

Die Pläne des Frevlers werden untersucht;

der Herr erfährt von seinen Reden und bestraft seine Vergehen.

Denn das eifersüchtige Ohr hört alles,

kein leises Murren bleibt ihm verborgen.

Hütet euch also vor unnützem Murren

und verwehrt eurer Zunge das Verleumden!

Denn euer heimliches Reden verhallt nicht ungehört,

und ein Mund, der lügt, tötet die Seele.

Jagt nicht dem Tod nach in den Irrungen eures Lebens

und zieht nicht durch euer Handeln das Verderben herbei!

Denn Gott hat den Tod nicht gemacht

und hat keine Freude am Untergang der Lebenden.

Zum Dasein hat er alles geschaffen,

und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt.

Kein Gift des Verderbens ist in ihnen,

das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde;

denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Responsorium

R. Glücklich der Mann, der Weisheit gefunden; sie zu erwerben ist besser als Silber, sie zu gewinnen ist besser als Gold. * Ihre Wege sind Wege der Freude, all ihre Pfade führen zum Glück.

V. Die Weisheit von oben ist heilig, friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen und reich an guten Früchten. * Ihre Wege sind Wege der Freude, all ihre Pfade führen zum Glück.

Zweite Lesung

Klemens I. († 101) Aus dem Brief an die Korinther.

Gott, der Wohltäter für alle, hat die Welt auf sinnvolle Einheit begründet

Wir wollen den Blick auf den Vater und Schöpfer des Weltalls richten, der uns mit seinen vielen großen und herrlichen Taten beschenkt hat. Wir wollen von Anfang an dem uns gesteckten Ziel des Friedens zueilen. Wir wollen uns ihm verbinden mit seinen alles Maß übersteigenden Friedensgaben und den übrigen Wohltaten.

Lasst uns im Geist auf ihn hinschauen und mit den Augen der Seele auf die Langmut seines Willens blicken. Lasst uns einsehen, dass er gegen niemand in seiner Schöpfung Zorn hegt.

Er lenkt die Bewegungen der Himmel, und in Frieden ordnen sie sich ihm unter. Ohne einander im Weg zu sein, laufen sie Tag und Nacht die befohlenen Wege. Sonne, Mond und der Reigen der Sterne kreisen nach seiner Weisung in Eintracht ohne Abweichung auf der ihnen abgesteckten Bahn.

Nach seinem Willen wird die Erde fruchtbar und bringt zu gegebener Zeit in Fülle die Nahrung hervor für Menschen und Tiere und alles, was auf ihr kriecht und fliegt. Die Erde hält sich genau an Gottes Anordnungen und ändert sie nicht.

Das Becken des unendlich weiten Meeres, von ihm zur Ansammlung des Wasser geschaffen, überschreitet die Grenzen nicht, die ihm ringsum gezogen sind, sondern, wie er befohlen hat, so tut es. Er sprach: „Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muss sich legen deiner Wogen Stolz“. Den für die Menschen unbefahrbaren Ozean und die Welten jenseits von ihm ordnet der Herr durch die gleichen Gesetze.

vgl. Gen 1,9

Ijob 38,11

Die Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter folgen einander in Frieden. Die Winde tun je von ihrem Standort aus zur rechten Zeit ihren Dienst ohne Anstoß. Nie versiegende Quellen, für den Genuss und für die Gesundheit erschaffen, bieten den Menschen ununterbrochen die lebenspendenden Brüste, auch die kleinsten der Tiere treffen sich in Eintracht und Frieden.

All dies geschieht in Frieden und Eintracht, wie der große Schöpfer und Herr es befiehlt. Er beschenkt alles mit seinen Wohltaten, überreich aber uns, die wir unsere Zuflucht zu seinem Erbarmen genommen haben, durch unseren Herrn Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Größe in Ewigkeit. Amen.

Responsorium

R. Herrscher und Herr des Himmels und der Erde, Schöpfer der Wasser und König aller Kreatur, * erhöre das Gebet deiner Knechte.

V. Herr, Gott, König des Himmels und der Erde, schau auf unsere Niedrigkeit. * Erhöre das Gebet deiner Knechte.

Evangelium vom Tag

EvangeliumMt 22,34-40

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst

In jener Zeit,

als die Pharisäer hörten,

dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte,

kamen sie am selben Ort zusammen.

Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer,

wollte ihn versuchen

und fragte ihn: Meister,

welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?

Er antwortete ihm:

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben

mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele

und mit deinem ganzen Denken.

Das ist das wichtigste und erste Gebot.

Ebenso wichtig ist das zweite:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

An diesen beiden Geboten

hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Te Deum

Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.

Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.

Dir rufen die Engel alle,

dir Himmel und Mächte insgesamt,

die Kerubim dir und die Serafim

mit niemals endender Stimme zu:

Heilig, heilig, heilig

der Herr, der Gott der Scharen!

Voll sind Himmel und Erde

von deiner hohen Herrlichkeit.

Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;

dich der Propheten lobwürdige Zahl;

dich der Märtyrer leuchtendes Heer;

dich preist über das Erdenrund

die heilige Kirche;

dich, den Vater unermessbarer Majestät;

deinen wahren und einzigen Sohn;

und den Heiligen Fürsprecher Geist.

Du König der Herrlichkeit, Christus.

Du bist des Vaters allewiger Sohn.

Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,

bist Mensch geworden,

den Menschen zu befreien.

Du hast bezwungen des Todes Stachel

und denen, die glauben,

die Reiche der Himmel aufgetan.

Du sitzest zur Rechten Gottes

in deines Vaters Herrlichkeit.

Als Richter, so glauben wir,

kehrst du einst wieder.

Dich bitten wir denn,

komm deinen Dienern zu Hilfe,

die du erlöst mit kostbarem Blut.

In der ewigen Herrlichkeit

zähle uns deinen Heiligen zu.

(Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe;

und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit.

An jedem Tag benedeien wir dich

und loben in Ewigkeit deinen Namen,

ja, in der ewigen Ewigkeit.

In Gnaden wollest du, Herr,

an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.

Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.

Lass über uns dein Erbarmen geschehn,

wie wir gehofft auf dich.

Auf dich, o Herr,

habe ich meine Hoffnung gesetzt.

In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.)

Fortsetzung der Laudes

KurzlesungEz 36,25–27

Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.

Responsorium

R. Wir preisen dich, Herr, unser Gott, * und rufen deinen Namen an.

R.

V. Wir verkünden deine Wunder.

R. Und rufen deinen Namen an.

V. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

R. Wir preisen dich, Herr, unser Gott, und rufen deinen Namen an.

Antiphon zum Benedictus

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Benedictus

Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! ∗

Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt ∗

im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her ∗

durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden ∗

und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet †

und an seinen heiligen Bund gedacht, ∗

an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, †

ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit ∗

vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; †

denn du wirst dem Herrn vorangehn ∗

und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken ∗

in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes ∗

wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ∗

und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ant.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Bitten

Gepriesen sei Jesus Christus, der König der Herrlichkeit. Zu ihm lasst uns beten:

R. Christe, eleison.

Du bist der Gesalbte Gottes;

führe uns heute durch deinen Heiligen Geist.

R. Christe, eleison.

Du bist der Anfang der Auferstehung;

schenke uns dein Leben.

R. Christe, eleison.

Öffne uns die Augen,

dass wir die Spuren deiner Herrlichkeit erkennen.

R. Christe, eleison.

Beschütze uns an diesem Tag vor der Macht des Bösen;

hilf uns, das Böse durch das Gute zu überwinden.

R. Christe, eleison.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du verheißen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

V. Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

R. Amen.